Es ist der erste Tag des Jahres ... Zeit zum Entspannen und Zeit sich den angenehmen Dingen des Lebens zu widmen, bevor einen  der Geschäftsaltag wieder in Beschlag nimmt. Daher widme ich mich erneut meiner Leidenschaft für die Küche, setze meine Restaurant-Reihe fort und erwähne nun die besten Restaurants der Welt. Auch wenn kaum eine Chance besteht bspw. in El Bulli zu speisen (8.000 Plätze bei 100.000 Anfragen, bereits ausgebucht für die nächsten Jahre), darf man zumindest bisschen davon träumen. ;-)

Zwei Restaurants, die sich in den letzten beiden Jahren wohlverdient an der kulinarischen Spitze abwechseln sind "The Fat Duck" [1] mit Heston Blumenthal und "El Bulli" [2] mit Ferran Adrià. Die beiden Chef de Cusine sind mit drei Michelin-Sternen und wohl allen bekannten kulinarischen Auszeichnungen übersät und beide sehr innovativ in der Art der Zubereitung.

 

[1] http://www.fatduck.co.uk/
[2] http://www.elbulli.com/

Ferran Adrià ist die Ikone der sog. "molekularen Küche" [3], einer experimentellen Richtung die mit Farben, Geschmacksrichtungen und Konsistenz spielt und unglaubliches produziert. Darüber kann man sich streiten - ganz neu ist die Idee nicht und es ist auch keine Wende in den Restaurants zu erwarten, aber es ist definitiv ein Trend und ein Beweis, dass noch lange nicht die endgültige Weisheit in der Zubereitung gefunden wurde. Bei einem 30 Gänge Menue werden einige Speisen sicherlich fremd und eher abstossend wirken, die anderen dagegen sind eine wahre Geschmacksexplosion, die einen sprachlos lässt und ein einmaliges Erlebnis bereitet. So die Gäste und Kritiker ...

[3] http://www.arte.tv/de/wissen-entdeckung/El-Bulli/482054.html

Die Geschichte [4] von "The Fat Duck" und Heston Blumenthal ist nicht minder interessant, auch aus der Unternehmersicht. Nicht aufgeben und seinen Weg gehen zahlt sich dann doch noch am Ende aus. Er legte sich mit der Haute Cuisine an und erfand die bekannten Gerichte neu. Es gehört wohl eine ganz große Portion Mut dazu, wenn man die Welt auf diese Weise verändern möchte.

[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Heston_Blumenthal

Nicht nur die Zubereitung, sondern auch die Garnierung, die Deko und die Umgebung spielen in einer perfekten Komposition die entscheidende Rolle. In den beiden Restaurants "Alinea" [5] und "Oud sluis" [6] wird dieser Anspruch groß geschrieben. Die Ergebnisse sind verblüffend und lassen die Grenze zwischen Kunst und Gastronomie verschwinden. Sergio Herman, der Mastermind im "Oud sluis", zählt zu den wichtigsten Vertretern der "neuen" Küche, in der eine Mischung der Wissenschaft und der neusten Werkzeuge mit dem Gefühl für die Komposition der frischen regionalen Produkte zum Ausprobieren verführt.

 

[5] http://www.alinea-restaurant.com/
[6] http://www.oudsluis.nl/

Achatz, der Chef in Alinea, arbeitet eng mit Designern wie bspw. Martin Kastner und kreiert wahre Kunstwerke im Teller, wie hier am Beispiel einer Dessert-Komposition mit Kokos und Kiwi:

Nun, mal sehen ob ich in diesem Jahr schaffe irgendwo einen Platz zu ergattern ... ;-)

PS. wer führt in Deutschland die Liste an?

  1. "Schwarzwaldstube" in Baiersbronn mit Harald Wohlfahrt (http://www.traube-tonbach.de)
  2. "Vendôme" in Bergisch Gladbach mit Joachim Wissler (http://www.schlossbensberg.com)
  3. "Sonnora" in Dreis mit Helmut Thieltges (http://www.hotel-sonnora.de)
  4. "Dieter Müller" in Bergisch Gladbach mit Dieter Müller und Niels Henkel (http://www.schlosshotel-lerbach.com)
  5. "Residenz Heinz Winkler" in Aschau mit Heinz Winkler (http://www.residenz-heinz-winkler.de)

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