Nun sauer war ich nicht, aber als ich die ganzen Äpfel in der Küche sah, hatte ich ein Ziel vor den Augen. Der Geschichte zur Folge soll die Apfelstrudel den Speisen der byzantischen und türkischen Küchen nachempfunden sein. Wie auch immer, es erstaunt mich immer wieder wie man aus den einfachsten Zutaten so etwas feines und leckeres zaubern kann. Richtig ausgerollter und hauchdünn ausgezogener Strudelteig, welcher mit feingeschnittenen frischen Äpfeln, in Butter gerösteten Semmelbröseln, Zimt und Rosinen gefüllt wird... Hmmmh ... Ich hol mir noch ein Stück. ;)
Nun das Rezept zum Nachmachen ...
Wiener Apfelstrudel
nach Thomas Langens Geheimes Kochbuch [1]
Für den Teig:
250 g Mehl sieben, eine Mulde hineindrücken,
1 Ei,
2 EL Weißwein,
100 - 125 ml lauwarmer Milch und
1 Prise Salz hineinfüllen und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Mit
etwas Öl bestreichen und 1 Stunde an einem warmen Platz ruhen lassen.
In der Zwischenzeit für die Füllung
100 g Semmelbrösel in
100 g Butter goldbraun rösten.
1 kg säuerliche, feste Äpfel schälen, in kleine Scheiben schnippeln und mit
50 g Rosinen,
2 EL Zitronensaft,
2 EL Rum,
1 TL Zimt,
100 g Zucker,
100 g gemahlenen Mandeln und den Butterbröseln vermischen ...
Am kniffligsten ist der Zusammenbau:
Ein sauberes weißes Tischtuch auf einem Tisch ausbreiten und dünn bemehlen. Den Teig zunächst mit den Händen behutsam etwas auseinanderziehen und dann mit dem Nudelholz auf ca. 50 × 60 cm ausrollen.(Er muss so hauchdünn sein, dass man Zeitung hindurch lesen könnte.) Dann den Teig vorsichtig mit flüssiger Butter bepinseln. Die Füllung auf den unteren ca. zwei Drittel der schmalen Seite verteilen, eine schmalen Rand lassen und den Teig links und rechts etwas einklappen.
Den Strudel vorsichtig mithilfe des Tuchs nach vorne aufrollen. (Das Tuch mit beiden Händen gleichmässig hochziehen.) Den Strudel (am besten schräg und mit der Nahtstelle nach unten) auf ein Blech mit Backpapier legen und mit flüssiger Butter bestreichen.
Backzeit: 30 - 45 Minuten bei 200°
Nach dem Backen den Strudel 15 Minuten rasten lassen, mit Puderzucker bestreuen und mit Vanillesoße oder Vanilleeis servieren.
[1] http://www.thomas-langens.de/rezepte/index.html